17/04/2016
IP-Live-Produktionssystem von Sony mit neuen Lösungen
Die neue Suite bietet einen formatübergreifenden, robusten und einsatzbereiten IP-Live-Workflow für die Broadcast-Branche
Berlin, 17. April 2016 – Im Rahmen der NAB Show präsentiert Sony seine neuen Lösungen zur weiteren Verbesserung des vollständig kompatiblen IP-Live-Produktionssystems mit Networked Media Interface.
Die neue Suite von Sony unterstützt Sendeanstalten dabei, IP-Technologie noch effizienter als bisher zu nutzen. So können sie auf die steigende Nachfrage nach 4K-Live-Inhalten eingehen und gleichzeitig den Kosten- und Skalierbarkeitsprobleme konventioneller SDI-Live-Produktions-Workflows besser begegnen.
Die neuen Lösungen im Überblick:
• HDC-4800: das weltweit erste integrierte Ultra-Super-Motion-Kamerasystem mit 8-facher 4K- und 16-facher HD-Aufnahme.
• BPU-4800: ein Basisbandprozessor mit einer Replay-Server-Funktion, der bis zu vier Stunden an 4K-Inhalten bei extrem hoher Geschwindigkeit aufnehmen kann und so einfachere und schnellere Wiederholungen ermöglicht.
• BPU-4500: ein Basisbandprozessor zum Routing der 4K-Signale, der die Fernübertragung entweder über ein IP-Netzwerk oder über Standard-SMPTE- oder Monomode-Glasfaserkabel unterstützt.
• HDCU-4300: eine Kombination aus einer CCU und eines Basisbandprozessors (BPU) für die HDC-4300, optimiert den Platzverbrauch bei Außenübertragungen.
• PWS-4500: ein Basisbandprozessor zum Routing der 4K-Signale, der die Fernübertragung entweder über ein IP-Netzwerk oder über Standard-SMPTE- oder Monomode-Glasfaserkabel unterstützt.
• XVS-8000, XVS-7000 und XVS-6000: Mehrformat-Mischer, die hybride SDI- und IP-Ein- bzw. Ausgänge erkennen, leistungsstarke Funktionen für 4K und HDR bieten und viele Features der MVS-Serie aufweisen.
When used in combination, this system offers a complete solution for 4K Production and High Frame Rate recording/playback, available over SDI or IP to allow for maximum flexibility when choosing the best suitable infrastructure.
With the integrated server on the BPU-4800, a replay operator can handle long record times and instant replay, with no need for an additional High Frame Rate data transfer operation. Connected by the new SharePlay network, the BPU-4800 and PWS-4500 servers 1 enable any replay operator to access content from and send content to multiple servers, to create stunning highlight edits.
In Kombination bietet dieses System eine komplette Lösung für die 4K-Produktion und die Aufzeichnung/Wiedergabe von High Frame Rate – sowohl über SDI als auch IP. Dies garantiert maximale Flexibilität bei der Wahl der am besten geeigneten Infrastruktur.
Mit dem integrierten Server des BPU-4800 kann ein Replay-Techniker lange Aufnahmezeiten und sofortige Wiederholung nutzen, ohne die High-Frame-Rate-Daten separat übertragen zu müssen. In Verbindung mit einem dedizierten IP-Netzwerk ermöglichen die Server BPU-4800 und PWS-4500¹ die sogenannte Share Play-Funktion. Dank dieses Features kann jeder Replay-Techniker auf die Inhalte mehrerer Server zugreifen und auch Daten an diese senden. So lassen sich schnell und unkompliziert die besten Highlights zusammenschneiden.
Sony hat bereits zu einem frühen Zeitpunkt die Vorteile von IP in der Live-Produktion erkannt und arbeitet seit fünf Jahren mit Kunden, Normungsgremien, Partnern und Mitbewerbern zusammen, um ein hohes Maß an Interoperabilität gewährleisten zu können. Hierzu gehören die Entwicklung und der Test von Lösungen, die ein komplettes Spektrum von Standards unterstützen und den Herausforderungen von modernen Live-Umgebungen gewachsen sind.
Auf der NAB 2016 demonstriert Sony sein Engagement rund um die Bereitstellung von IP-Interoperabilität mit einer breiten Palette an kompatiblen Produkten für die Live-Produktion und mit seiner Teilnahme an der IP Live Alliance. Nach dem jüngsten Beitritt von Grass Valley gehören aktuell 49 Anbieter aus allen Bereichen der Live-Produktion dieser Vereinigung an. Da immer mehr Sendeanstalten IP Live einführen, wird die Allianz weiter wachsen.
Folgende Mitglieder der IP Live Alliance sind vor Ort auf der NAB, um ihre mit dem IP-Live-Produktionssystem von Sony kompatiblen Lösungen vorzustellen:
• Advantech, AJA, DELTACAST, Matrox: PCIe-Karten
• AJA (PCIe-Karte)
• ChyronHego (CG-System)
• Cisco Systems (IP-Switch)
• DELTACAST (PCIe-Karte)
• Evertz (Systemsteuerung, IP-Switch)
• Imagine Communications (SDI-IP-Up-Down-Konverter, Systemsteuerung)
• Juniper (IP-Switch)
• LEADER ELECTRONICS CORP. (Oszilloskop)
• Macnica Americas (FPGA IP Core)
• Matrox Electronics Systems (PCIe-Karte)
• Nextera Video (FPGA IP Core)
• PacketStorm (Netzwerk-Emulator)
• Tektronix, Inc (Master-PTP-Generator)
• Vizrt (CG-System)
• Yamaha Corporation (vernetztes Audiosystem)
Sony beteiligt sich zudem intensiv an Branchendebatten zum Thema Interoperabilität und Normung und ist Mitglied von SMPTE und VSF. Bis jetzt geht es um die Standardisierung auf Media Transport wie SMPTE 2022-6, einem Protokoll für Audio- und Video-Mapping. Diese Standards sind für die Live-Produktion entscheidend, stellen jedoch nur einen Teil der Lösung dar. Die anderen Ebenen der Interoperabilität – Timing, Identität, Erkennung und Registrierung, Ablaufsteuerung, Ablauf-Switching und Komprimierung – sind ebenfalls von großer Bedeutung. Das Networked Media Interface von Sony fungiert als Standardrahmenwerk für viele Aspekte des Live-Produktions-Workflows. SMPTE 2022-6 bildet den Auftakt eines offenen Workflows.
Sony geht hier noch einen Schritt weiter und hat das RDD Nr. 34 (Registered Disclosure Document) für SMPTE eingereicht. Der Low Latency Video Codec (LLVC) wurde bereits veröffentlicht und kann jederzeit eingesehen werden. In Kürze wird Sony zudem das RDD Nr. 38 (Registered Disclosure Document) für Network Device Control Protocol einreichen. Auch das Media Transport Format wird gerade zur Einreichung als RDD vorbereitet.
“Seit mehr als fünf Jahren führt Sony die Debatte zur IP-Live-Produktionstechnologie offen an“, sagt Hiroshi Kiriyama, Senior General Manager, Media Segment Business Division der Sony Corporation. “Das Networked Media Interface ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Interoperabilität. Es garantiert, dass die Live-Produktion via IP schon heute möglich ist und gleichzeitig alle Aspekte erfüllt, die von Normungsgruppen für das Networked Media Interface empfohlen wurden. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass der interoperable Ansatz für IP Live durchgesetzt wird. Hierfür arbeiten wir eng mit Normungsgremien, Allianzpartnern und unseren Kunden zusammen.“
Die Einsatzbereitschaft und Zukunftssicherheit des Networked Media Interface beweist, dass es schon heute in anspruchsvollen Live-Umgebungen eingesetzt wird. TV Globo, die größte kommerzielle Sendeanstalt Brasiliens, setzt seit kurzem den weltweit ersten eigens zu diesem Zweck gebauten 4K-/IP-Ü-Wagen zur Übertragung brasilianischer Sportveranstaltungen ein, der auf Technologien von Sony wie der neuen HDC-4800 basiert.
Die CCU/BPU von Sony für die HDC-4300, die HDCU-4300 kommt im April 2016 auf den Markt. Die dazu passende 4K-Ultra-Super-Motion-Systemkamera HDC-4800 und der Basisbandprozessor BPU-4800 sind ab August 2016 erhältlich. Die Multiformat-Mischer XVS-6000 und XVS-7000 sind ab Herbst 2016 erhältlich. Der XVS-8000 kommt im Mai 2016 auf den Markt. Der BPU-4500 und PWS-4500 sind bereits verfügbar.
NAB-Besucher können am Stand von Sony das IP-Live-Produktionssystem in Aktion erleben und mehr über den branchenweiten Ansatz zur Interoperabilität und Normung von IP-Live erfahren.
Weitere Informationen zur den IP-Live-Lösungen von Sony finden Sie hier auf der Website von Sony.