Zur Fernüberwachung von Patienten

Durch die globale COVID-19-Pandemie kam es zu dramatischen Veränderungen beim Arbeitsablauf in Krankenhäusern, insbesondere bei Strategien zur Behandlung und Pflege von Hochrisikopatienten. Als Reaktion darauf setzen Krankenhäuser zunehmend Plattformen für digitale Bildgebungstechnologien ein, die sich in Krankenhausnetzwerke integrieren lassen, sodass Mitarbeiter mehrere Patienten aus der Ferne überwachen können.

Krankenhauspersonal, das sich ein Live-Video eines Patienten auf einem Desktop-Monitor ansieht

Optimierung von Strategien für die Intensivversorgung

Die weltweite Corona-Krise stellte sogar hervorragend ausgestattete Krankenhäuser vor nie dagewesene Herausforderungen. Der Bedarf an Intensivversorgung von Hochrisikopatienten ließ die Infrastruktur der Krankenhäuser an ihre Grenzen stoßen, da Beatmungsgeräte, Vitalparameter-Monitore und andere wichtige Geräte nicht ausreichend vorhanden waren. Die Fachärzte und Pflegeteams standen vor der doppelten Herausforderung, mit einem Anstieg der Patientenzahlen fertig zu werden, und gleichzeitig Arbeitspraktiken umzusetzen, die das Infektionsrisiko zwischen Patienten und Personal minimieren.

Einblick in eine Intensivstation eines Krankenhauses
Eine Frau in OP-Kittel sitzt an einem Schreibtisch mit Blick auf einen Monitor, der das Live-Video eines Patienten zeigt

Einfacher Zugriff auf medizinische Informationen in Echtzeit

Die Fernüberwachung eröffnet klinischen Teams neue Möglichkeiten, den Zustand der Patienten zu beurteilen, ohne dass sie jedes Mal im selben Raum sein müssen.

Dank der Fortschritte in der digitalen Technologie ist es möglich, HD-Videos – aufgenommen von ferngesteuerten Kameras auf der Pflegestation – sicher über die Standard-IT-Netzwerke von Krankenhäusern in Echtzeit zu streamen.

In Verbindung mit Lösungen, die Patientendaten und Videos von anderen Geräten streamen können, ermöglicht dies dem Pflegepersonal, den Zustand eines Hochrisikopatienten über einen vernetzten PC, ein Tablet oder ein spezielles Display von überall auf dem Krankenhausgelände aus zu beurteilen.

Fernüberwachung: So funktioniert's

Fernüberwachungslösungen verfügen in der Regel über eine oder mehrere Kameras, mit denen rund um die Uhr Videos von Hochrisikopatienten auf der Intensivstation oder einem vorübergehend umfunktionierten Operationssaal (OP) aufgezeichnet werden. In dieser Umgebung bietet eine ferngesteuerte Kamera offensichtliche Vorteile, z. B. dass kein Bediener anwesend sein muss, um das Sichtfeld der Kamera und andere Einstellungen anzupassen. Das Personal kann sowohl den Patienten als auch seine gesundheitsbezogenen Daten per Fernzugriff im Saal einsehen.

Auch ohne dedizierte Videoverkabelung können Lösungen wie das NUCLeUS™ System von Sony, in Kombination mit den 4K-PTZ-Kameras SRG-X120 und SRG-X400 von Sony, digitalisierte Video-, Audio- und andere Signale über ein IP-Netzwerk übertragen. Im Schwesternzimmer – oder an einem anderen Ort auf dem Krankenhausgelände – kann dieser Videostream über einen Browser auf einem autorisierten PC und iPad oder auf einem Großbildschirm angezeigt werden.

Ein Patient auf einer Intensivstation
Arzt schaut auf ein Tablet

Ergänzung zur traditionellen Pflege

Videoüberwachung soll nicht die fachliche Kompetenz des Pflegepersonals ersetzen. Was sie jedoch bieten kann, ist eine Möglichkeit für Krankenschwestern und Pfleger, einer größeren Anzahl von Patienten eine qualitativ hochwertige Versorgung zu bieten. Ebenso ist die Benutzerfreundlichkeit eine wichtige Anforderung von Fernüberwachungslösungen auf Intensivstationen, in denen der Patient immer im Mittelpunkt steht. Die Fernüberwachung zwingt dem Pflegepersonal keine zusätzlichen Aufgaben auf: Das System ist aus Benutzersicht im Grunde „transparent“, ohne dass komplexe Zusatzgeräte bedient werden müssen oder zusätzliche Verkabelung erforderlich ist.

Gewährleistung der Patientensicherheit

Jede Überwachungslösung, die die gemeinsame Nutzung von Video- und vertraulichen Patientendaten über IT-Netzwerke beinhaltet, wirft offensichtliche Bedenken hinsichtlich Datensicherheit und Vertraulichkeit auf. Dedizierte Systeme wie NUCLeUS adressieren diese direkt und setzen bewährte Praktiken der Branche mit leistungsstarker Verschlüsselung ein, um Video-Streams und andere Daten vor unerwünschten Zugriffen zu schützen.

Illustration zur Patientensicherheit zeigt Hände beim Tippen auf der Tastatur
Eine Oberärztin an ihrem Schreibtisch

Entlastung der Mitarbeiter

Die Einführung der Fernüberwachung von Patienten ermöglicht es Krankenhäusern, die hohe Arbeitsbelastung klinischer Teams effizienter zu verwalten. Ein Pflegemitarbeiter kann mehrere Patienten per Video beurteilen, wobei weniger Zeit für die Rundgänge auf einer großen Station oder auf mehreren verschiedenen Stationen aufgewendet wird.

Ebenso wichtig ist, dass sich die physische Kontaktzeit zwischen Klinikmitarbeitern und Patienten verkürzt, um das Infektionsrisiko zu verringern. Außerdem muss das Pflegepersonal nicht mehr so häufig die persönliche Schutzausrüstung wechseln, die möglicherweise nur begrenzt zur Verfügung steht.

Erweiterung der Fernüberwachung über den OP und die Intensivstation hinaus

Die Anwendungen der videobasierten Fernüberwachung von Patienten reichen über die unmittelbaren Anforderungen der Corona-Krise hinaus. Sie ist auch in Umgebungen wie Altenpflegestationen relevant, wo in der Regel eine Person des Pflegepersonals für die Betreuung einer großen Anzahl von Patienten verantwortlich ist.

Frau in einem Kittel sitzt an einem Schreibtisch mit mehreren Monitoren

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