12/04/2015
Sony erhält branchenweite Unterstützung für „AV via IP“-Schnittstelle
Sony fördert aktiv die Interoperabilität der Schnittstelle mit dem Ziel einer branchenweiten Standardisierung
Berlin, 12. April 2015 – 30 branchenführende Unternehmen unterstützen aktuell das IP-Live-Produktionssystem von Sony. Die neue „AV via IP“-Schnittstelle ermöglicht IP-basierte Netzwerkübertragungen von HD- und 4K-Videos sowie Audio- und Metadaten mit geringer Verzögerung und störungsfreiem Umschalten.
Das IP-Live-Produktionssystem gewährleistet die Paketierung von Video-, Audio- und Metadaten sowie die Echtzeitübertragung zwischen an der Produktion beteiligten Geräten über Standard-Netzwerkinfrastrukturen. Übertragung von Live-Studio- und Sportproduktionen können so effizienter und kostensparender realisiert werden.
Sony plant die Bereitstellung technischer Daten im Rahmen eines Lizenzprogramms und treibt damit die Entwicklung verwandter Produkte voran. Mehrere Entwicklungs-Tools stehen hierfür bereit: ein LSI-Modul von Sony ab Ende des Jahres, Xilinx bringt gegen Ende 2015 FPGA IP Cores für das IP-Live-Produktionssystem von Sony heraus, und auch Altera kooperiert mit Sony, um die IP-Lösungen zu unterstützen und weiterzuentwickeln.
IP-Live-Produktionssystem mit SDI-Schnittstelle
Das neue IP-Live-Produktionssystem vereint die neuesten IP-Netzwerktechnologien mit einer SDI-Standardschnittstelle für die Videoübertragung in allen Auflösungen. Während konventionelle Systeme unterschiedliche Arten von Kabeln benötigen, um Video-, Audio-, Referenz-, Meta- und Steuerungsdaten zu übertragen, ist für das IP-Live-Produktionssystem nur ein einziges Standard-Netzwerkkabel erforderlich, das durch herkömmliche Netzwerk-Switches geleitet wird.
Sony hat die neue Technik mit etablierten Standards kombiniert, um eine zuverlässige, skalierbare und stabile Übertragung zu erreichen. Diese neue Technologie unterstützt die direkte Verbindung von verschiedenen Produktionsgeräten mit dem IP-Netzwerk über eine bestehende Layer-3-IP-Switch-Infrastruktur. Darüber hinaus macht sie die simultane Übertragung an verschiedene Punkte sowie eine rauschfreie Quellenumschaltung in Echtzeit möglich, bei der SD-, HD- sowie 4K-Videoauflösungen zusammen verarbeitet werden.
Das neue IP-Live-Produktionssystem ist auf Flexibilität und Skalierbarkeit ausgelegt, damit Anwender schrittweise zu mehr Geräten und höheren Videoauflösungen, einschließlich HD und 4K, migrieren können.
Sony hat einen Low Latency Video Codec (LLVC) entwickelt, der eine 4K 60p-Übertragung über Ethernet bei 10 Gbit/s ermöglicht. Außerdem ist geplant, in Kürze ein RDD (Registered Disclosure Document) für SMPTE einzureichen, um Interoperabilität in der gesamten Branche zu gewährleisten.
Unternehmen, die das IP-Live-Produktionssystem unterstützen
Aktuell unterstützen die folgenden 30 Anbieter das IP-Live-Produktionssystem von Sony:
Abekas, Advantech, Altera Corporation, Aperi Corporation, Audinate, AVerMedia Technologies, Inc., ChyronHego, Cisco Systems, Crystal Vision Ltd, DELTACAST, Embrionix Design inc., Evertz, EVS Broadcast Equipment, eyevis, Fuyoh Video Industry, Harmonic, Imagine Communications, Juniper Networks, Leader Electronics Corporation, L-S-B Broadcast Technologies, Macnica Americas, Matrox Electronics Systems, Orad Hi-Tec Systems, Quantel and Snell, Rohde & Schwarz DVS, SDNsquare, Tektronix, Inc., Utah Scientific, Vizrt und Xilinx.